Glossar

Datenbereinigung

Meistere die Datenbereinigung für KI- und ML-Projekte. Lerne Techniken, um Fehler zu beheben, die Datenqualität zu verbessern und die Modellleistung effektiv zu steigern!

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Die Datenbereinigung ist ein entscheidender Schritt in der Datenvorverarbeitungsphase eines Projekts für maschinelles Lernen (ML) oder künstliche Intelligenz (KI). Dabei werden Fehler, Ungereimtheiten und Ungenauigkeiten in den Rohdaten identifiziert und korrigiert, um sicherzustellen, dass der für das Training oder die Analyse verwendete Datensatz von hoher Qualität, zuverlässig und für den beabsichtigten Zweck geeignet ist. Dieser Prozess ist wichtig, weil die Leistung von ML-Modellen stark von der Qualität der Eingabedaten abhängt. Ungenaue oder inkonsistente Daten können zu irreführenden Ergebnissen, schlechter Modellleistung und falschen Schlussfolgerungen führen.

Die Bedeutung der Datenbereinigung bei KI und ML

Im Bereich KI und ML sind Daten der Treibstoff, der Algorithmen und Modelle antreibt. Qualitativ hochwertige Daten ermöglichen es den Modellen, effektiv zu lernen, genaue Vorhersagen zu treffen und gut auf neue, ungesehene Daten zu verallgemeinern. Die Datenbereinigung spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn sie stellt sicher, dass die in die Modelle eingespeisten Daten genau, konsistent und relevant sind. Ohne eine ordnungsgemäße Datenbereinigung können Modelle unter Problemen leiden, wie z. B. einer Überanpassung, bei der das Modell in den Trainingsdaten gut, in den neuen Daten aber schlecht abschneidet, oder einer Unteranpassung, bei der das Modell die zugrunde liegenden Muster in den Daten nicht erfasst.

Allgemeine Datenbereinigungstechniken

Bei der Datenbereinigung werden verschiedene Techniken eingesetzt, je nach Art der Daten und den spezifischen Problemen. Einige der gängigsten Techniken sind:

  • Umgang mit fehlenden Werten: Fehlende Daten können entweder durch Entfernen der Dateneinträge mit fehlenden Werten oder durch Imputation behandelt werden. Zu den Imputationsmethoden gehören das Ersetzen der fehlenden Werte durch den Mittelwert, den Median oder den Modus des Merkmals oder die Anwendung fortgeschrittener Techniken wie die Regressionsimputation.
  • Erkennung und Behandlung von Ausreißern: Ausreißer oder Datenpunkte, die erheblich vom Rest des Datensatzes abweichen, können die Ergebnisse der Analyse verfälschen. Techniken wie die IQR-Methode (Interquartile Range) oder der Z-Score können verwendet werden, um Ausreißer zu identifizieren, die dann entfernt oder transformiert werden können.
  • Entfernen von Duplikaten: Doppelte Dateneinträge können dazu führen, dass bestimmte Muster in den Daten überrepräsentiert sind. Das Erkennen und Entfernen von Duplikaten stellt sicher, dass der Datensatz die zugrunde liegende Verteilung genau widerspiegelt.
  • Datenumwandlung: Dabei werden die Daten in ein für die Analyse geeignetes Format umgewandelt. Zu den üblichen Umwandlungen gehören die Normalisierung, bei der die Daten auf einen bestimmten Bereich skaliert werden, und die Standardisierung, bei der die Daten so umgewandelt werden, dass sie einen Mittelwert von 0 und eine Standardabweichung von 1 haben. Erfahre mehr über Normalisierung beim maschinellen Lernen.
  • Datenreduzierung: Diese Technik zielt darauf ab, die Größe des Datensatzes zu reduzieren und gleichzeitig seine wesentlichen Merkmale zu erhalten. Techniken wie die Hauptkomponentenanalyse (PCA) können zur Dimensionalitätsreduktion eingesetzt werden.
  • Datendiskretisierung: Dabei werden kontinuierliche Daten in diskrete Intervalle oder Kategorien umgewandelt, die für bestimmte Arten von Analysen oder Algorithmen nützlich sein können.

Datenbereinigung im Vergleich zu anderen Datenvorverarbeitungsschritten

Die Datenbereinigung ist zwar ein wichtiger Bestandteil der Datenvorverarbeitung, unterscheidet sich aber von anderen Vorverarbeitungsschritten. Bei der Datenbereinigung geht es vor allem darum, Fehler und Unstimmigkeiten in den Daten zu identifizieren und zu korrigieren. Im Gegensatz dazu geht es bei der Datentransformation um die Änderung des Datenformats oder der Datenstruktur, und bei der Datenreduzierung geht es darum, die Größe des Datensatzes zu verringern, während die wesentlichen Informationen erhalten bleiben. Bei der Datenerweiterung werden neue Datenpunkte aus vorhandenen Daten erstellt, um den Datensatz zu vergrößern. Jeder dieser Schritte spielt eine besondere Rolle bei der Vorbereitung der Daten für die Analyse und Modellierung.

Beispiele für Datenbereinigung in der realen Welt

  1. Gesundheitswesen: In der medizinischen Bildanalyse kann die Datenbereinigung das Entfernen von Bildern mit Artefakten, die Sicherstellung einer einheitlichen Bildqualität und die Standardisierung von Bildformaten beinhalten. Wenn du zum Beispiel ein Modell für die medizinische Bildanalyse trainierst, um Tumore zu erkennen, ist es wichtig, Bilder mit schlechter Auflösung oder falscher Beschriftung zu entfernen.
  2. Autonome Fahrzeuge: Für das Training autonomer Fahrzeuge ist die Datenbereinigung unerlässlich, um die Genauigkeit von Objekterkennungs- und -verfolgungssystemen zu gewährleisten. Dazu gehört das Entfernen von Daten, die bei Sensorausfällen gesammelt wurden, das Korrigieren von falsch gekennzeichneten Objekten und der Umgang mit inkonsistenten Daten von verschiedenen Sensoren.

Die Datenbereinigung ist ein unverzichtbarer Schritt im Lebenszyklus von KI- und ML-Projekten. Indem sie die Qualität und Konsistenz der Daten sicherstellt, ermöglicht sie die Entwicklung genauerer, zuverlässigerer und robusterer Modelle. Das wiederum führt zu einer besseren Entscheidungsfindung, höherer Leistung und wertvolleren Erkenntnissen aus den Daten. Es ist wichtig zu wissen, dass die Datenbereinigung ein iterativer Prozess ist und dass es oft notwendig ist, die Bereinigungsschritte zu überprüfen und zu verfeinern, wenn das Projekt fortschreitet und neue Erkenntnisse gewonnen werden.

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