Glossar

Virtueller Assistent

Entdecke, wie KI-gestützte virtuelle Assistenten NLP, ML und TTS nutzen, um Aufgaben zu automatisieren, die Produktivität zu steigern und Branchen zu verändern.

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Ein virtueller Assistent (VA) ist ein mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestatteter Software-Agent, der auf der Grundlage von Befehlen oder Fragen Aufgaben ausführt oder Dienstleistungen für eine Person erbringt. Diese Agenten nutzen zentrale KI-Technologien, insbesondere Natural Language Processing (NLP), Natural Language Understanding (NLU) und Spracherkennung, um Benutzereingaben (Sprache oder Text) zu interpretieren und Aktionen auszuführen oder Informationen abzurufen. Die zugrundeliegenden Modelle des maschinellen Lernens (ML) ermöglichen es den VAs, die Vorlieben der Nutzer/innen zu lernen und ihre Leistung im Laufe der Zeit zu verbessern.

Zentrale Konzepte und Technologien

Virtuelle Assistenten funktionieren, indem sie Benutzeranfragen durch eine Pipeline verarbeiten, die oft mehrere KI-Komponenten umfasst. Zunächst wandelt die Spracherkennung die gesprochene Sprache in Text um. Anschließend wird dieser Text mit NLP-Techniken analysiert, um die Absicht des Nutzers zu verstehen und wichtige Informationen zu extrahieren. Dieses Verständnis ermöglicht es der KI, mit verschiedenen APIs oder internen Funktionen zu interagieren, um die Anfrage zu erfüllen, wie z. B. die Suche im Internet, die Verwaltung von Terminen, die Steuerung von Smart Home-Geräten oder den Zugriff auf bestimmte Informationen. Deep Learning (DL) -Modelle, insbesondere Sequence-to-Sequence-Modelle und Transformers, werden häufig eingesetzt, um die Genauigkeit des Sprachverständnisses und der Antwortgenerierung zu verbessern. Kontinuierliche Verbesserungen beruhen oft auf der Analyse von Interaktionen und manchmal werden Techniken wie Reinforcement Learning from Human Feedback (RLHF) eingesetzt.

Virtuelle Assistenten vs. Chatbots

Obwohl sowohl virtuelle Assistenten als auch Chatbots Konversation betreiben, unterscheiden sie sich in ihrem Aufgabenbereich. Chatbots sind in der Regel für spezifischere Konversationsaufgaben konzipiert, z. B. für die Beantwortung von FAQs auf einer Website oder für einfache Kundendienstinteraktionen innerhalb eines bestimmten Bereichs. Virtuelle Assistenten, wie z. B. Amazon Alexa oder Google Assistant, bieten in der Regel ein breiteres Spektrum an Funktionen, wie die Integration mit verschiedenen Diensten, die Verwaltung persönlicher Informationen (Kalender, Erinnerungen) und die Steuerung externer Geräte. Virtuelle Assistenten sind Allzweckhelfer, während Chatbots oft Spezialisten sind.

Anwendungen in der realen Welt

Virtuelle Assistenten werden in verschiedene Plattformen und Geräte integriert und haben einen großen Einfluss auf das tägliche Leben und die Geschäftsabläufe.

  1. Smart Home und persönliche Produktivität: VAs wie Siri und Google Assistant ermöglichen es den Nutzern, per Sprachbefehl intelligente Lampen und Thermostate zu steuern, Musik abzuspielen, Timer zu setzen, Kalender zu verwalten und Wetterdaten abzurufen. Sie fungieren als zentrale Drehscheiben für die Verwaltung persönlicher Aufgaben und verbundener Geräte.
  2. Automatisierung des Kundendienstes: Unternehmen setzen fortschrittliche VAs ein, um komplexe Kundenanfragen zu bearbeiten, die über einfache Chatbots hinausgehen. Diese VAs können Nutzer/innen authentifizieren, auf Kontoinformationen zugreifen, Transaktionen bearbeiten und personalisierte Unterstützung bieten, wobei sie oft nur bei Bedarf an menschliche Mitarbeiter/innen weitergegeben werden. Dies verbessert die Effizienz und das Kundenerlebnis, wie in den Ressourcen über KI im Kundenservice beschrieben.

Relevanz in KI und ML

Virtuelle Assistenten sind ein wichtiger Anwendungsbereich, der die Forschung und Entwicklung in den Bereichen Konversations-KI, Large Language Models (LLMs) und Mensch-Computer-Interaktion vorantreibt. Sie erfordern eine ausgeklügelte Integration verschiedener KI-Funktionen und große Mengen an Trainingsdaten, um effektiv zu funktionieren. Der Wunsch nach natürlicheren, kontextbewussten und proaktiven Assistenten treibt Innovationen in Bereichen wie Personalisierung und genaueres Verstehen von Nutzerabsichten voran. Obwohl sie in erster Linie sprachbasiert sind, könnten künftige KI-Assistenten auch Computer Vision (CV) integrieren und Modelle wie Ultralytics YOLO für Aufgaben wie die Objekterkennung nutzen, um den visuellen Kontext zu verstehen und so die Kluft zwischen digitalen Assistenten und der physischen Welt weiter zu überbrücken. Plattformen wie Ultralytics HUB erleichtern das Training und den Einsatz von KI-Modellen, die zu Komponenten solcher fortschrittlichen Systeme werden könnten. Die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen der KI, wie z. B. Datenschutz und algorithmische Voreingenommenheit, ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung für ihre Entwicklung.

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